Am Rande des Africa-Cup

Schweizer Werk nimmt Flüchtlinge in Mali auf

Derzeit wird der Africa-Cup ausgetragen, das Pendant zum Europa-Cup. Jesus.ch nimmt einige der teilnehmenden Nationen in den Fokus und berichtet über eine positive Entwicklung. Heute steht Mali im Zentrum.

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Die «Aktion für verfolgte Christen» (AVC) gibt Waisenkindern ein neues Zuhause und die Chance auf Schulbildung.
Mali ist eines der momentan erfolgreichsten Nationalteams Afrikas. Die «Eagles» beendeten den Africa-Cup 2012 auf dem dritten Platz und bereits stehen sie wieder im Viertelfinale.

Samuel Saltzmann, Präsident von Néhémie Mali und Mitarbeiter der «Aktion für verfolgte Christen» (AVC): «Jeder in Mali mag Fussball.» Wegen der Sorge um die Lage im Norden sei der Enthusiasmus zum Turnierbeginn noch nicht gross gewesen. «Eageles-Captain Seydou Keita erschien zu einer Pressekonferenz in einem T-Shirt mit den Worten 'La Paix au Mali – Un peuple, un but, une foi' oder zu Deutsch 'Friede in Mali – ein Volk, ein Ziel, ein Glaube'. Die Dinge ändern sich nun, die Viertelfinal-Qualifikation wurde gefeiert, gleichzeitig wurden zwei wichtige Städte in Nordmali befreit.»

Kirche für 500 Menschen

Seit zehn Jahren ist AVC in Mali vor Ort. Das Werk steht einheimischen, christlichen Partnern im Norden bei, die sich um Strassenkinder kümmern, um ausgestossene Frauen mit Babys ohne Perspektive. Samuel Saltzmann: «Wir trainierten sie im Nähen, Färben, Seide verarbeiten und anderem. Und wir helfen ihnen, eine Stelle zu finden.» Seit 2005 errichtete die Organisation ein eigenes Werk in der Hauptstadt Bamako unter den Namen «Néhémie Mali», das seit nun sechs Jahren als NGO registriert ist.

«Wir kümmern uns um Waisenkinder und bringen das Evangelium an Orte, wo bisher nur wenige Christen waren. Viele Menschen finden zum christlichen Glauben und wir errichteten eine Kirche mit 500 Sitzplätzen in der Nähe von Bamako», gewährt Samuel Saltzmann einen Einblick ins AVC-Schaffen. «Inzwischen haben wir eine neue Schule und ein Zentrum für Obdachlose errichtet.»

Flüchtlinge aufgenommen

Wegen dem Krieg im Norden wurden zahlreiche Christen vertrieben. Einige der Flüchtlinge strandeten im AVC-Büro in Bamako. «Wir halfen ihnen mit Essen, weil sie keine Ressourcen hatten und alles zurücklassen mussten, als die Terroristen kamen.»

Auch Muslime loben

Die Menschen vor Ort tun ihr Möglichstes, um dem Schweizer Werk zu helfen. Als die Unterkünfte für Waisenkinder und Kinder aus schwierigen Verhältnissen eingeweiht wurden, erschien viel Prominenz: «Der Bürgermeister kam, lokale und nationale muslimische Politiker, der Dorf-Imam und Bildungsinspektoren. Der Grundtenor in den Ansprachen war Freude über die konstruktive Kooperation von Muslimen und Christen.»

Über 90 Kinder finden darin Schutz und Heimat – mitten in den Kriegswirren. «Dieses Projekt wurde durch Spenden von AVC aus der Schweiz finanziert. Das Grundstück ist von der Dorfgemeinschaft Katibougou kostenlos zur Verfügung gestellt worden.»

Webseiten:
AVC Schweiz
Bericht über Mali (Seiten 13 und 16)

Datum: 31.01.2013
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch / epd

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