Ex-Häftlinge waschen Autos

Polizeichef: «Das bedeutet viel mehr als jede Auszeichnung»

Ein ungewöhnlicher Anblick: Am vergangenen Wochenende wuschen ehemalige Gefangene Polizeiautos in Houston, Texas – als Dank für die Arbeit der Polizisten und zum Zeichen dafür, dass auch sie durch Jesus innerlich rein gewaschen worden sind.

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Ex-Gefangene waschen Polizeiautos
Wenn man die Worte «ehemaliger Häftlinge» hört, denkt man womöglich an schwierige Reintegration in die Gesellschaft oder an Rückfälligkeit – nicht daran, dass Ex-Häftlinge zum Dank die Autos der Polizisten waschen, die sie Jahre zuvor inhaftiert hatten. Doch genau das geschah am vergangenen Wochenende in Houston, Texas. 40 frühere Gefangene schnappten sich Wassereimer, Schwamm und Seife und liessen die Wagen der Polizisten neu glänzen.

«Wir haben immer Dinge schmutzig gemacht»

Das Ganze war eine Initiative des C.H.A.R.M.-Gefängnisdienstes (Christ's Hope and Reconciliation Ministry, deutsch: Christi Dienst für Hoffnung und Versöhnung), eine christliche Organisation, die sich um Menschen in Gefängnissen kümmert. Dabei besteht der Fokus der Organisation darauf, dass jeder Mensch in Jesus eine neue Kreatur ist – und ein Neubeginn ist auch nach einem Gefängnisaufenthalt möglich.

Doch warum gerade Autos waschen? «Wir haben immer Dinge schmutzig gemacht im Leben, innerhalb der Familie, innerhalb von Beziehungen, weil wir nicht mit Christus lebten», erklärt Tommie Anderson, Ex-Häftling und Mitglied von C.H.A.R.M. Sie hätten die Polizeiautos waschen wollen als «Zeichen, dass wir jetzt sauber sind, gewaschen und neu gemacht. Und das machen wir heute öffentlich, dass wir wirklich etwas saubermachen, das schmutzig ist.»

Dank für Inhaftierung

Andersons komplette Perspektive hat sich geändert, seitdem er Christ geworden ist. Heute dankt er den Polizisten, die ihn damals hinter Gitter brachten. «Wäre es nicht durch die Polizeibeamten gewesen, die uns festgenommen haben, wären viele von uns vermutlich heute nicht hier. Wir würden wohl auf dem Friedhof liegen oder für den Rest des Lebens im Gefängnis sein, wer weiss. Aus diesem Grund: Danke für euren Dienst!»

Für die Houstoner Polizei war das ein ungewöhnlicher Anblick. Doch für den Polizeichef Michael Faulhaber hat die Aktion eine grosse Bedeutung und berührte ihn tief. «Das bedeutet unheimlich viel mehr als jede Auszeichnung, die ich je erhalten habe!»


Zum Thema:
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Datum: 09.08.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN

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