Jüdischer Politiker las Bergpredigt und war nicht mehr derselbe
John Desser hat ein reiches jüdisches Erbe, darunter
sein Urgrossvater mütterlicherseits, der am Ersten Zionistenkongress in Basel teilnahm,
der zur Gründung des modernen Israel führte. John begann sich später mit dem
christlichen Glauben zu beschäftigen – die Bergpredigt bewegte ihn tief.
John Desser
John Dessers
Vater studierte an einem orthodoxen jüdischen Seminar in New York. Während
seiner Zeit in der medizinischen Fakultät spendete er an einem Sabbat Blut,
eine Verletzung des jüdischen Gesetzes. «In seinem
Herzen fühlte es sich richtig an», berichtet John Desser. Von Rabbinern wurde er
jedoch hart kritisiert.
«Er kaufte sich
einen Schinkensandwich und kehrte der Gemeinschaft den Rücken. Für ihn war klar: Wenn die Gesetze nicht wahr sind, wird es auch Gott nicht geben. Das Herz
meines Vaters war gebrochen.»
Vater wollte Weihnachtsbaum
Deshalb wuchs John in
einem säkularen jüdischen Haushalt auf und besuchte die Synagoge nie. «Wir hatten
einen Weihnachtsbaum, weil mein Vater wollte, dass wir Amerikaner sind»,
erinnert er sich.
John Desser beendete
das College und entschied sich, politisch aktiv zu werden. Er trat dem Stab von
John McCain bei. Dadurch wurde er zum
nationalen Gebetsfrühstück eingeladen. Zu den Rednern gehörte der damalige Aussenminister
James Baker. Desser bewunderte ihn, deshalb fuhr er hin. «Er stand vor 3000
Besuchern auf und sagte: 'Es ist eine grosse Sache, Aussenminister der
wohlhabendsten Nation der Welt zu sein. Und es ist Klasse, Stabschef des
mächtigsten Mannes der Welt zu sein. Und es ist riesig, Aussenminister des
einflussreichsten Mannes der Welt zu sein – aber was mich heutzutage wirklich
am Morgen aufrichtet und worüber ich mich freue, ist Jesus.'»
«Hat er Jesus gesagt?»
Ölporträt von Mordechai Ben Ami, dem Urgrossvater John Dessers
Desser war
verblüfft. «Hat er gerade Jesus gesagt?», dachte er damals. «Warum sollte James
Baker über Jesus sprechen, als ob er ihn interessiert?»
Neben seiner
Leidenschaft für die Politik liebte Desser auch klassische Musik. Sein Held
war Mstislav Rostropovich, einer der grössten Cellisten überhaupt. Beim
gleichen Gebetsfrühstück sprach auch Rostropovich: «Es ist nett,
der berühmteste Cellist der Welt zu sein», sagte Rostropovich. «Aber das, was
mich wirklich interessiert, ist Jesus.» Die Aussage war fast identisch mit
jener von Baker.
«Er auch?»
Desser staunte:
«Er auch? Rostropovich? Vielleicht ist er sogar Jude! Warum sollte auch er über
Jesus sprechen?»
Er dachte, dass
er dieser Jesus-Frage wohl nicht entkommen würde und beschloss deshalb, in der
Bibel zu lesen. Jeden Tag ein wenig, begonnen bei der Genesis. Bei der Bergpredigt
angelangt, veränderte sich alles für ihn. «Das ist unser Messias! Das ist mein
Messias», rief er aus.
«Ich weiss
nicht, wieso all diese Christen ihm folgen», dachte Desser. «Aber das ist MEIN
Messias! Der Feind will eindeutig nicht, dass Juden wissen, wer ihr eigener
Messias ist.» Desser übergab
sein Leben Jesus Christus. Ein Schritt, den er jedem Menschen empfiehlt.