Verkehre doch
freundlich mit ihm und halte Frieden; dadurch wird Gutes über dich kommen.
Hiob 22,21
Man sagt, Freundlichkeit ist die grösste aller ungenutzten
Kapitalreserven und eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. Ein
freundliches Wort kostet nichts und kann doch alles verändern. Freundlichkeit
kennzeichnet Milde des Wesens, die wohltuend auf andere wirkt und niemals
Schmerz bereiten will. Güte, Wohlwollen, Milde, Freigebigkeit – das alles
scheint bei einem freundlichen Menschen vorhanden zu sein.
Nicht gleichgültig sein gegen den Nächsten, sich um ihn
sorgen und gütig sein, das ist das Wesen des freundlichen Lebens. Der wahrhaft freundliche
Mensch hilft gerne und freut sich über den Erfolg des Nächstens. In seiner
Heiterkeit lässt es sich gut leben. Deswegen meinte Mark Aurel über
Freundlichkeit: »Sie ist unwiderstehlich, wenn sie ernst und nicht gespielt
ist.«
Es ist der Besitz dieser Güte, der den Menschen gut macht,
und der Mangel dieser Eigenschaft, der Verdammnis bringt. Sie gibt Aufschluss darüber,
wie wir zu Gott stehen, denn Freundlichkeit ist ein Wesenszug Gottes. Epiktet
(ein antiker Philosoph) sagte: »Eine Münze und ihren Eigentümer erkennen wir an
der Prägung, die sie trägt. Genauso wissen wir, dass ein Mensch zu Gott gehört,
wenn er geprägt ist von Güte, Grossmut, Geduld und Mitgefühl.«
Die Freundlichkeit Gottes ist eine Güte, die den Menschen
mit Liebe zu sich hinzieht. Wie freundlich Gott ist, hat Jesus deutlich
gemacht, zum Beispiel, als er die kleinen Kinder auf den Arm nahm und sie
segnete. Seine Art, den Schwachen zu stärken, dem Hilflosen seine Hilfe anzubieten,
den Armen zu unterstützen und dem Ausgestossenen seinen Wert zu zeigen, war
wahre Freundlichkeit. lü
Frage:
Wie werden Sie heute anderen freundlich begegnen?
Tipp:
Ein freundliches Wort zerbricht harte Herzen!