Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, der zu ihm gesagt hatte:
Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging
hinaus und weinte bitterlich.
MATTHÄUS
26,75
Unsere
Freunde leben im idyllischen Mecklenburg. Ich erinnere mich gerne an
unsere Übernachtungen auf ihrem landwirtschaftlichen Hof. Unter
unserem Fenster befand sich der Hühnerhof. In aller Frühe ertönte
jeden Morgen ein lautes »Kikeriki! Kikeriki!« Damals sagte ich
meinen Kindern nicht ganz ernsthaft: »Lasst euch nicht stören.
Der
Hahn ruft nur: ›Schlaf weiter! Schlaf weiter!‹« Das taten wir
dann auch. Schliesslich hatten wir ja Ferien. Petrus hörte damals
auch einen Hahnenschrei, der ihn aber richtig wachrüttelte.
Er
hatte gerade dreimal seinen besten Freund verleugnet und beteuert,
Jesus nicht zu kennen. Dabei hatte er kurz vorher noch vollmundig
beteuert, das würde ihm niemals passieren. Und dann traf ihn Jesu
Blick, der Hahn krähte, und Petrus bereute bitterlich weinend sein
Versagen.
Manchmal
gibt es auch in unserem Leben so einen aufrüttelnden »Hahnenschrei
Gottes«. Das kann ein Unfall sein, den man knapp überlebt, ein
Insolvenzverfahren, eine zerrüttete Ehe oder eine schwere Krankheit.
Manchmal
ist es die Warnung eines Freundes, die unser Versagen aufdeckt, oder
ein Bibelwort, das unser Gewissen trifft. Was tun wir bei so einem
Hahnenschrei? Schlafen wir einfach weiter? Tun wir lächelnd so, als
würde uns das gar nicht betreffen, und leben einfach weiter wie
bisher?
Nehmen
wir uns lieber Petrus zum Vorbild. Haben Sie schon einmal wie er vor
Gott geweint, weil Sie Ihre Fehler eingesehen haben? Haben Sie ihm
von Ihrer Schuld und Ihrer Not erzählt? Eins ist ganz sicher: Gott
möchte uns nur zu unserem Besten wachrütteln! Daher sollten wir
nicht weiterschlafen, sondern unbedingt auf seinen Weckruf reagieren.
Paul Wiens
Frage:
Wann
hat Gott Sie das letzte Mal wachgerüttelt?
Tipp:
Bekennen
Sie Gott aufrichtig jede Sünde, die Ihnen bewusst wird!