Freut euch jeden Tag, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Ich sage
es noch einmal: Freut euch! PHILIPPER 4,4
In der
Schweiz nennen wir diesen Tag schlicht Dank-, Buss- und Bettag. Als
meine Tochter, während ich diese Zeilen schrieb, mitbekam, dass am
morgigen Sonntag dieser Tag gefeiert wird, war sie ganz erstaunt,
dass es so etwas gibt. Ich habe sie dann daran erinnert, dass wir an
der deutschsprachigen evangelischen Kirche in Addis Abeba Erntedank
gefeiert haben und immer noch feiern. Dabei werden allerhand Gemüse,
Früchte und Getreide, Teigwaren, Speiseöl etc. von den Kirchgängern
mitgebracht und vor den Altar gelegt. Am folgenden Montag werden
diese
Gaben
dann an die Familien der Kinder in der Schule der Gemeinde verteilt.
Ich
finde, das ist ein sehr schöner Brauch. Der Erntedank-Gottesdienst,
angesichts all dieser Gaben, macht uns so richtig bewusst, wie
dankbar wir sein können für all diesen Segen Gottes, den wir das
ganze Jahr über empfangen dürfen – und der nicht
selbstverständlich ist.
Womit
haben wir diesen Segen verdient? Gott hat seinem Volk Israel den
Segen landwirtschaftlichen Ertrags, der Vermehrung des Viehs und der
Existenzsicherung durch ausreichende Vorräte an Nahrungsmitteln
versprochen, wenn es ihm gehorchen würde. Wenn sie sich jedoch von
ihm abwenden würden, würde sie statt Segen der Fluch treffen. Doch
Gottes Gnade ist so gross, dass er auch allen übrigen Menschen seit
jeher viel Gutes zukommen liess (vgl. Apostelgeschichte 14,17),
obwohl sie sich diesen Segen nicht verdient haben.
Gott
hat in seiner unendlichen Gnade noch viel mehr getan: Er hat unsere
Schuld am Kreuz auf seinen Sohn geladen, der für uns gestorben ist,
und damit allen Fluch von uns abgewendet. Wenn wir Jesus Christus in
unser Leben
aufnehmen, werden wir zu Kindern Gottes gemacht und können allen
Segen Gottes dankbar in Anspruch nehmen. Martin Grunder
Frage: Feiern
Sie Erntedank? Nur an einem Tag im Jahr oder immer wieder?
Tipp: Wir
haben allen Grund, das ganze Jahr über Gott dankbar zu sein.