Tag des offenen Singens / Tag der deutschen Einheit Singt dem HERRN
ein neues Lied, singe dem HERRN, ganze Erde!
PSALM
96,1
Das
Radio im Auto, der Soundtrack im Hollywood-Streifen, die Kopfhörer
im Bus: Ständig werden wir von Musik beschallt.
Musste
man in vergangenen Zeiten extra dorthin gehen, wo Musiker, Orchester
und Opernsänger auftraten, kommt die Musik heute zu uns. Ein Abo bei
einem der grossen Musik-Streamingdienste verschafft uns per Fingertip
Zugriff auf Millionen von Titeln aus aller Welt. Dauerbeschallung ist
angesagt. In der Stadt begegne ich oft Leuten, die mit zwei
kabellosen Knöpfen im Ohr herumlaufen, in ihrer Musik-Blase
abgekapselt vom Rest der Welt. Der Musikgeschmack wandelt sich über
die Zeit. Doch die besondere Wirkung, die von Musik ausgeht, nicht.
Ein fröhlicher Song hebt unsere Stimmung, ein melancholisches Lied
macht uns traurig. Und ein tiefer, wummernder Bass bringt
Zehntausende von Menschen auf einmal zum Tanzen.
Seit
jeher haben Menschen musiziert. Die vielleicht ausführlichste
Aufzeichnung über Musik aus alter Zeit finden wir in der Bibel im
Buch der Psalmen.
Die
Psalmen sind eine Sammlung von 150 Liedern über Gottes Grösse,
Freude und Trauer, Hoffnung und Verzweiflung. Da das längste Buch in
der Bibel eine Liedersammlung ist, ist es Gott offenbar wichtig, dass
wir Musik wertschätzen. Sie ist ein Geschenk Gottes an uns. Doch
allzu oft macht man sich von der modernen Musik-Dauerbeschallung
abhängig. Konzentriert arbeiten geht ohne Hintergrundmusik kaum
noch. Ruhe zum Nachdenken und Innehalten wird uns fremd. Daher mein
Vorschlag an Sie, bevor Sie den nächsten Titel einschalten: Lesen
Sie stattdessen einmal einen Psalm. Sie können ganz vorne bei Psalm
1 anfangen. Halten Sie dabei bewusst inne vor Gott, der uns das
Geschenk der Musik gemacht hat, damit wir ihm in unseren Herzen etwas
vorsingen können. Jan Klein
Frage:
Haben
Sie ein absolutes Lieblingslied? Wenn ja, warum?
Tipp:
Nehmen
Sie sich bewusst Auszeiten von der Dauerbeschallung!