Auf, wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze
bis an den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir
uns nicht über die ganze Fläche der Erde zerstreuen!
1. MOSE
11,4
Wenn
man sich die Entdeckungen der letzten 200-300 Jahre anschaut, ist das
Staunen vorprogrammiert. Schliesslich praktizieren wir in unserer
modernen Zeit wie selbstverständlich Dinge, die für die Menschen
des Mittelalters nun wirklich Science-Fiction waren: Wir fliegen zum
Mond, wir spalten Atome … Und doch ergibt sich zuweilen die Frage,
inwieweit manche dieser »Fortschritte« für die Menschheit wirklich
etwas Gutes gebracht haben. So hat die Raumfahrt uns zwar viele neue
Erkenntnisse gebracht, aber auf der anderen Seite nutzen längst
viele Länder ihr Wissen, um den Weltraum in ihre militärische
Strategie einzubeziehen.
Und die
Kernforschung hat (neben der friedlichen Nutzung) dazu geführt, dass
die Atombombenspeicher der Welt gefüllt sind. Die Menschheit muss
nun mit einem »atomaren Damokles-Schwert« leben.
In
unserem Tagesvers wird beschrieben, wie Menschen vor langer Zeit zu
Babel einen Turm bauten, der die Menschheit vereinen sollte, damit
sie künftig
alle an einem Strang ziehen. Aber das Gegenteil geschah: Ihr Vorhaben scheiterte,
weil Gott ihre Sprache verwirrte; sie erlebten genau das, was sie
eigentlich vermeiden wollten, und wurden über die ganze Erde
verstreut.
Zu
solchen möglichen Nebenwirkungen kommt noch etwas hinzu: Viele grosse
Projekte haben ihren Ursprung in der menschlichen Überheblichkeit, sich
selbst sozusagen den Himmel erobern zu können. Das war schon mit dem
Turmbau zu Babel der Fall, der »bis an den Himmel« reichen sollte.
Ähnlich
kommt es mir mit der Raumfahrt vor. Doch auch dann, wenn die gesamte
Menschheit ihre Energie zusammennimmt, kommt sie dem Himmel, in dem
Gott wohnt, aus eigener Anstrengung kein Stück näher. Das kann
allein Gott schenken! Stefan Nietzke
Frage:
Was
ist die beste Strategie, um den Himmel zu erreichen?
Tipp:
Fragen
Sie dazu den Gott des Himmels und der Erde!