Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre,
würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu
bereiten? … und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo
ich bin.
JOHANNES
14 ,2-3
In
meiner Kindheit gab es noch Lesebücher, die von der Schule gestellt
wurden. Eine Geschichte, an die ich mich noch heute erinnere, hiess
»Gerdauen ist schöner«. Durch den Krieg war Marie, ein kleines
Mädchen aus Ostpreussen in den Westen verschlagen worden. Man half
ihr, so gut es ging. Sie wohnte in einer schönen Gegend, im
Oberbergischen.
Doch
was immer sie auch an Schönheit sah, immer wieder sagte sie
»Gerdauen ist schöner.« Dieser Satz kam ihr sehr oft von den
Lippen. Wenn sie von ihrer Heimatstadt erzählte, mochte man meinen,
es gäbe nichts Schöneres auf der Welt.
Der
Schreiber der Geschichte berichtete dann, dass er einmal Gelegenheit
hatte, nach Ostpreussen zu reisen. Er besuchte auch Gerdauen.
Tatsächlich war es ein kleiner, unscheinbarer Ort. Nichts von
alledem, was Marie gesehen hatte, sah er. Eine kleine Reihe von
Häusern, mehr war es nicht. Aber ihm wurde bewusst: Für die kleine
Marie war es die Heimat. Die ist immer am schönsten, egal, wohin man
auch kommen mag.
Die
Bibel sagt, dass Menschen, die an Jesus Christus glauben, ebenfalls
eine ganz besondere Heimat haben. Wie die kleine Marie leben sie
aktuell nicht in ihrer Heimat. Aber anders als bei Marie liegt diese
Heimat nicht in der Vergangenheit, sondern sie ist ihre Zukunft. Und
anders als bei
Marie
bleibt dort die Realität nicht hinter der eigenen Vorstellung oder
Erinnerung zurück. Die himmlische, ewige Heimat, das neue Zuhause,
von dem Jesus Christus im Tagesvers spricht, ist so wunderschön,
dass der Apostel Paulus hierüber einmal sagte: »Was kein Auge
jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch
vorstellen konnte, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben«
(1. Korinther 2,9). Joschi Frühstück
Frage:
Kennen
Sie auch Heimatgefühle?
Tipp:
Fragen
Sie sich einmal, wo Sie Ihre Ewigkeit verbringen werden!