Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge
gebildet hat, sollte der nicht sehen?
PSALM
94,9
Unser
Gehör ist äusserst komplex. Doch die akustische Aufnahmefähigkeit
einer Eule stellt unser menschliches Ohr in den Schatten. Sie nimmt
Geräusche in einem viel grösseren Frequenzbereich wahr als wir
Menschen. Aufgrund ihres sensiblen Gehörs kann die Schleiereule im
Dunkeln auf Futterjagd gehen. Die ringförmig um die Augen
angeordneten Federn bilden den sogenannten Schleier. Sie sind eine
Art Schalltrichter, damit Geräusche direkt zu den Ohröffnungen
geleitet werden. Diese Ohröffnungen sind asymmetrisch am Kopf
angeordnet. Damit hört die Eule in unterschiedliche Richtungen. Das
Zusammenspiel zwischen dieser Ohrsymmetrie und dem Gesichtsschleier
verleiht der Eule ihre besondere Hörfähigkeit.
Auch
Delfine hören 14-mal besser als wir Menschen. Sie nutzen ein
akustisches Echo-Ortungssystem sowohl zur Orientierung als auch zum
Aufspüren ihrer Beute. Die ausgestossenen Signale treffen auf ein
Gegenüber oder auf ein Hindernis und werden reflektiert. Dieses Echo
wird vom Unterkiefer des Delfins aufgefangen und an das Innenohr
weitergeleitet. Sogar der Herzschlag seines Gegenübers ist für den
Delfin wahrnehmbar.
Im
heutigen Tagesvers ist eine ganz einfache Logik enthalten: Der
Schöpfer von Auge und Ohr kann weder taub noch blind sein. Es ist
gar nicht möglich, dass diesem grossen Gott etwas verborgen bleibt.
Wir Menschen schlussfolgern leider allzu leicht, dass Gott uns nicht
hört. Vielleicht haben Sie auf eine bestimmte Gebetserhörung
gewartet, aber Gott hatte eine andere Absicht. Nicht immer handelt
Gott so, wie wir uns das wünschen.
Denn er
hat den vollständigen Überblick über unser Leben. Schenkt oder
versagt er uns etwas, meint Gott es immer gut mit uns. Deshalb
sollten wir mit ihm über alles reden, was unser Leben betrifft.
Stefan Taube
Frage:
Haben Sie Gottes Handeln schon
einmal ganz anders als erwartet erlebt?
Tipp:
Man
kann nur über Gott staunen, der Auge und Ohr erschaffen hat.