Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was
verloren ist.
LUKAS
19,10
Seit
2008 organisiert der Verlag Langenscheidt jedes Jahr die Wahl »Das
Jugendwort des Jahres«. Bis einschliesslich 2018 erfolgte die Wahl
durch eine Jury unter der Leitung des Verlages, danach änderte sich
der Modus, und nachdem die Wahl 2018 ausfiel, kann sich seit 2019
jeder online an der Wahl beteiligen. 2020 war das Jugendwort des
Jahres »lost«, was übersetzt ins Deutsche »verloren« bedeutet.
Gemeint ist damit, dass jemand ahnungslos, unsicher oder
unentschlossen ist. Dieses Wort erhielt 48 % der Stimmen. Man kann
davon ableiten, dass eine grosse Zahl aller Jugendlichen in
Deutschland orientierungslos ist, wenn es um Berufswahl, Partnerwahl,
Urlaubsplanung, Freizeitgestaltung usw., aber auch um die Antwort auf
existenzielle Fragen geht. Soll man sich in einem Sportverein
ehrenamtlich betätigen oder in einer Kirchengemeinde? Oder soll man
sich doch lieber der Querdenker- Szene anschliessen oder freitags für
den Klimaschutz demonstrieren, statt zur Schule zu gehen? – I am
lost – ich bin verloren! Offenbar empfindet sich der Grossteil
einer ganzen Generation als »lost«.
Das ist
eine belastende Erkenntnis. Es muss aber nicht dabei bleiben. Denn
der Tagesvers spricht davon, dass es gerade die Mission des Sohnes
Gottes war, Menschen zu suchen und zu retten, die verloren sind. Die
Erkenntnis der eigenen Verlorenheit trifft hier auf den, der sich
kompetent dieser Verlorenheit annehmen will: Jesus Christus. Gott
möchte nicht, dass wir diesbezüglich im Dunkeln tappen, sondern
erkennen, dass eine Lebensübergabe an Jesus Christus das
Verlorensein beendet. Gott will nicht, dass jemand verlorengeht,
sondern sich – am besten schon als junger Mensch – von ihm retten
lässt. Hartmut Ulrich
Frage:
Sind
Sie auch »lost«?
Tipp:
Das
beste Mittel gegen Verloren sein: sich finden lassen.