Da bildete der HERR, Gott, den Menschen aus Staub vom Erdboden und
hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine
lebende Seele.
1. MOSE
2,7
Stellen
Sie sich vor, ein Sterbender würde in seinem Bett auf eine ganz
genaue Waage gestellt. Wenn nun der Oszillograf keinen Ausschlag mehr
zeigt, der Tod also eingetreten ist, würde sich dann der Zeiger auf
der Waage auch nur ein kleines bisschen bewegen, so als sei etwas
fortgegangen? Nein, das entflohene Leben wiegt einfach nichts – und
doch ist alles, was diesen Menschen ausmachte, plötzlich
entschwunden.
Das,
was da im Bett liegt, enthält zunächst noch alles, was zum Leben
notwendig war, und doch ist es vom Zeitpunkt des Todes an wehrlos
allen Auflösungserscheinungen ausgeliefert. Einerlei, ob der
Verstorbene ein edler Mensch oder ein Verbrecher war, ob ein guter
Ehemann, Familienvater oder Künstler, alles hat mit dem Tod seinen
endgültigen Abschluss gefunden.
Im
Gegensatz zu unserem Körper ist das Leben nicht den Naturgesetzen
unterworfen, genauso wenig wie die Information in unserer DNS. Unser
Tagesvers sagt uns, das Leben sei etwas Göttliches, und dieses Leben
leiht der Schöpfergott seinen Geschöpfen für die von ihm
zugemessene Zeit aus und nimmt es dann wieder zu sich. Stellen Sie
sich das doch einmal richtig vor. Sie tragen etwas Göttliches in
sich, etwas, was weder dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik noch
der Schwerkraft, noch Zeit und Raum unterworfen ist. Welchen Adel
verleiht Ihnen das! Dann gilt aber auch: Wie sehr sollten wir, die
noch Lebenden, für diese unvorstellbar grosse Gabe dankbar sein, und
wie sorgfältig sollten wir darum mit uns selbst und mit unseren
Mitgeschöpfen umgehen! Vor allem aber: Wie sollten wir danach
trachten, den Geber des Lebens durch unser Verhalten zu ehren. Denn
wie wir mit diesem Geschenk des Lebens hier umgehen, entscheidet
darüber, ob wir ewiges Leben in der Gegenwart Gottes erleben.
Hermann Grabe
Frage:
Wie
gedenken Sie, den Forderungen Gottes gerecht zu werden?
Tipp:
Gottes
Wort sagt uns, dass denen, die an Christus glauben, Christi
Gerechtigkeit zugerechnet wird.