Hoffnung
erwächst aus dem Glauben, dass alles wieder gut wird, dass es eine
Zukunft gibt, dass nach einer dunklen Nacht wieder der Tag anbricht
und es hell wird. Der Glaube wiederum gründet sich auf einen
Zuspruch, d. h., ein anderer versichert mir, dass es so kommen wird,
wie ich es mir erhoffe.
Einen
solchen Zuspruch mag mir ein Mensch geben, der aber selbst gar keine
Macht über die Zukunft hat, dessen Möglichkeiten begrenzt sind und
der gar keine Garantie dafür geben kann, dass es wieder hell wird.
Dann wird sich meine Hoffnung u. U. nicht erfüllen, sondern
enttäuscht werden.
Wenn
aber Gott mir diesen Zuspruch gibt, dann tut das jemand, der alle
Macht hat und die Dinge umkehren kann, wie er will. Er kann das
geschehen lassen, was die Sonne in meinem Leben wieder hell strahlen
lässt. Er kann die dunklen Wolken beiseiteschieben, die in unseren
Köpfen und manchmal auch wirklich über unserem Leben hängen. Er
kann Rettung bringen, wo alle Menschen »mit ihrem Latein« am Ende
sind. Er kann uns aus der Enge, in die wir getrieben wurden, wieder
zurück in die Weite führen.
Was
wäre denn so ein göttlicher Zuspruch? Z. B. sagte er: »Fürchte
dich nicht, glaube nur!« – Halte am Glauben fest, vertraue mir!
Ich werde mich darum kümmern, und du wirst mich preisen (vgl. Psalm
43,5). Und dann sagt er auch noch: »Wer den Sohn hat, hat das Leben«
(1. Johannes 5,12).
Dieser
Sohn ist Jesus Christus. Dessen Hand kann man im Glauben ergreifen,
indem man zu ihm ruft: »Herr, rette mich!«, während man droht, in
den Wellen und Stürmen des Lebens zu versinken. Denn dafür ist der
Sohn Gottes gekommen, damit wir nicht für ewig in den Fluten des
Todes versinken und verlorengehen müssen. Joachim Pletsch