Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde!
Denn ich bin Gott und keiner sonst.
JESAJA
45,22
Als im
vergangenen Jahr Russland einen Krieg gegen die Ukraine in Gang
setzte, gab es von vielen Ländern eine grosse Solidarität mit dem
überfallenen Land. Zahlreiche Bilder und Berichte vermittelten den
unvorstellbaren Schrecken des Krieges und seine Folgen für die
Menschen. Millionen flüchteten und liessen ihr gesamtes Hab und Gut
zurück, während der Aggressor Russland Zerstörung, Leid und Tod
über weite Regionen des Landes brachte. Doch nicht nur Solidarität
löste das alles aus.
Viele
beteten auch zu Gott, um aus Not und Angst befreit zu werden, und für
eine Beendigung der Kämpfe.
Der
heutige Buss- und Bettag steht für eine früher landesweite
Bewegung, bei Not und Gefahr die ganze Bevölkerung zum Gebet
aufzurufen.
Dahinter
stand die Einsicht, nur sehr begrenzt selbst für eine Wende sorgen
zu
können, und die Überzeugung, wesentlich von Gottes Eingreifen
abhängig zu sein. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann der
Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres festgelegt, um
einen solchen Buss- und Bettag zu begehen.
In
seiner Bezeichnung geht die Busse, also die Umkehr zu Gott, dem Beten
voraus. Das ist der Einsicht geschuldet, dass man Gott kaum um etwas
bitten kann, wenn man abgewendet von ihm lebt, denkt und handelt. Der
Aufruf zur Busse erfolgt in der Bibel immer wieder (siehe Tagesvers),
und er ist heute nötiger denn je, weil immer mehr Menschen sich von
Gott abgewendet haben – zumindest in Deutschland, wo dieser Tag
1994 in vielen Bundesländern als gesetzlicher Feiertag abgeschafft
wurde. Dabei geht es für uns um alles, nicht nur um Rettung aus
gegenwärtiger Not, sondern auch um unsere ewige Errettung. Sich
daran zu erinnern und entsprechend zu handeln, dazu ist heute und an
jedem Tag Gelegenheit. Joachim Pletsch
Frage:
Haben
Sie die Gelegenheit zu Umkehr und Gebet heute schon genutzt?
Tipp:
Man
kann immer noch Gottes Hilfe erfahren, in kleinen und grossen und
sogar in ewigen Dingen.