Das
fünfte Kapitel im Markusevangelium zeigt drei Menschen, die am Ende
sind. Zunächst einen Mann, der so schlimm von Dämonen getrieben
ist, dass keinerlei Kontakt mehr zu anderen besteht. Er lebt in einem
Grab wie ein Toter. Alle Versuche, seine Wut gegen sich und andere zu
bändigen, sind gescheitert. – Die zweite Person ist auch ein
hoffnungsloser Fall: eine Frau, die bereits seit zwölf Jahren schwer
krank ist.
Ihre
Not hat sie zu vielen Ärzten getrieben. Sie hat ihr gesamtes Geld
hierfür ausgegeben, aber es ist nicht besser, sondern schlechter
geworden. – Schliesslich noch ein Mann, dessen kleine Tochter im
Sterben liegt. Seine Hoffnung fokussiert sich auf diesen Jesus, doch
sie wird zunächst scheinbar enttäuscht. Denn das Kind stirbt, und
damit scheint jede Hoffnung verloren.
Doch
das, was für Menschen unmöglich ist, ist bei Jesus möglich. Er
verwandelt Verzweiflung in neues Leben: Der Besessene kehrt befreit
in die Gemeinschaft der Menschen zurück. Die Frau wird geheilt. Und
das tote Mädchen wird von Jesus auferweckt und ihren Eltern
zurückgegeben.
Diese
drei glücklichen Ausgänge sind wichtige Hinweise. Denn es gibt eine
andere, ganz existenzielle Art der Verzweiflung, die uns Menschen
packen kann: Wenn wir erkennen, wie abgrundtief böse unser Herz ist.
Und es wird trotz der besten Vorsätze nicht besser. Ein Mensch, dem
Gott ein solch waches Gewissen schenkt, gerät dadurch in
Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.
Doch
das ist heilsam, denn es treibt ihn zu dem, der allein helfen kann:
Jesus. Um uns aus dieser berechtigten Verzweiflung zu retten, ist er
für uns am Kreuz gestorben. Und wie bei den drei Genannten kann er
die Verzweiflung über Schuld in neues Leben verwandeln: durch
Vergebung. Markus Majonica
Frage:
Treibt
es Sie auch zu dem, der helfen kann?
Tipp:
Nicht
nur die Hoffnungslosen und Verzweifelten, auch die Gesunden und
Starken brauchen Jesus als ihren Retter.