Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein
Unheil, denn du bist bei mir.
PSALM
23,4
Wir
Menschen werden in der Bibel mit Schafen verglichen, weil Gott uns
als Gemeinschaftswesen erschaffen hat und nicht als Einzelgänger.
Sonst würde er uns mit Katzen vergleichen, die ausser in der
Paarungszeit am besten ganz allein fertigwerden. Das wird in
Pandemiezeiten besonders deutlich. Schon die Atemmaske wirkt stark
ausgrenzend, weil man zwar – wenn auch schlecht – die Worte hört,
das dazugehörige Lächeln aber nicht wahrnehmen kann, auf das es
doch so sehr ankommt.
Eigentlich
könnte man sich in solchen Zeiten umso intensiver den Mitgliedern
der eigenen Familie widmen, was durchaus ein Segen wäre; aber durch
das Handy und das Fernsehen hat selbst im engsten Kreis die
Vereinzelung tiefe Gräben verursacht. Viele finden einfach nicht
mehr zueinander.
Weil
man aber unbedingt ein Gegenüber braucht, haben sich heute sehr
viele Leute Hunde angeschafft. Überall sieht man in den Parks und
Anlagen die Leute mit ihren Hunden spazieren gehen. Solch ein Hund
ist ein geduldiger Zuhörer, dem man, so oft man es nötig hat, sein
Leid über die Bosheit anderer Menschen klagen kann. Er fühlt sich
auch warm und weich an und lässt sich – meistens wenigstens –
unbegrenzt streicheln und liebkosen. Aber machen wir uns da nichts
vor? Kann der Hund unsere Klagen wirklich begreifen? Und verfügt er
über Möglichkeiten, uns zu helfen?
Gott,
der Menschen und Tiere erschaffen hat, hört nicht nur unsere Klagen.
Er kennt unsere Situation besser als wir selbst, und er hat
versprochen, aufrichtige Gebete zu erhören. So sagte Gott einst zu
Mose: »Gesehen habe ich das Elend meines Volkes, … und sein
Schreien … habe ich gehört, und ich bin herabgekommen, es … zu
erretten« (2. Mose 3,7). Hermann Grabe
Frage: Von wem
kann man wirklich Hilfe erwarten?
Tipp:
Pflegen
Sie Ihren Hund so gut wie möglich, aber erwarten Sie Hilfe doch
lieber von Gott!