Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch,
Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.
MATTHÄUS
15,19
Ich
kann mich noch gut an einen Vortrag erinnern, den ein Professor
während meiner Studienzeit hielt. Das ist nun rund 30 Jahre her.
Seine Aussage war in etwa: In jedem Menschen sitzt ein innerer
Schweinehund, der für vier Dinge zu haben ist: Fressen, Saufen,
Huren und Angebetet werden. Und am liebsten möchte er für all diese
Sachen nicht einmal das Haus verlassen. Das fand ich damals ziemlich
krass.
Seinerzeit
gab es aber auch noch kein Internet. Wenn ich mir die heutige
Wirklichkeit ansehe, dann kommt das World Wide Web genau diesen
Charakterzügen extrem entgegen. Ich kann mir die ausgefallensten
Speisen und Getränke direkt ins Haus liefern lassen, und zwar (fast)
»24/7«, also rund um die Uhr. Ich kann – ohne in die schmuddelige
Videothek im Gewerbegebiet oder den Swingerclub im Nachbarort zu
betreten – jede sexuelle Spielart im Internet jederzeit
konsumieren. Schliesslich kann ich über diverse »soziale« Medien
eine Hochglanzversion meiner Lebenswelt publizieren, um Anerkennung
oder gar Bewunderung zu erhalten und mir »Follower« zu beschaffen.
Ich
möchte nicht missverstanden werden: Ich schätze das Internet als
Kommunikations- und Informationsquelle (wenn man weiss, wo man suchen
muss). Und nicht zuletzt bietet es eine sehr gute Möglichkeit, etwas
von Gottes Wirklichkeit unter Menschen zu verbreiten, zu denen man
andernfalls vielleicht keinen Zugang hätte. Aber wie jede
menschliche Erfindung kann ich sie auch nutzen, um sie zur
Befriedigung meiner Triebe zu pervertieren. Warum ist das so? Der
Tagesvers gibt eine Antwort: Weil diese Dinge aus uns herausquellen,
um befriedigt zu werden. Um dies zu ändern, muss eine radikale
Änderung unseres Herzens erfolgen. Doch das gelingt nur durch Gott!
Markus Majonica
Frage:
Wie
gehen Sie mit Ihrem »inneren Schweinehund« um?
Tipp:
Selbsterkenntnis
ist der erste Schritt zur Besserung.