Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen.
JOHANNES
6,37
Ich sah
ihn schon im Supermarkt. Er stand an der Kasse und bezahlte gerade
seine Flasche Wodka. Ich versteckte mich und wartete, bis der Mann
draussen war. Nein, heute wollte ich ihm nicht begegnen.
Ich
wollte einfach nur meine Ruhe haben und so schnell wie möglich
wieder nach Hause kommen. Kennengelernt hatte ich ihn Wochen zuvor an
einer Tankstelle. Auch dort wollte er gerade Alkohol kaufen. Er
sprach mich an, und ich redete ihm sein Vorhaben aus, nahm ihn
stattdessen mit zu uns nach Hause und füllte ihn, da er schon sehr
betrunken war, mit Kaffee ab. Ich hörte mir stundenlang seine
Lebensgeschichte an und erzählte ihm meinerseits von Jesus.
Aber
heute wollte ich mich doch lieber verdrücken. Ich verliess den
Supermarkt und ging schnell zu meinem Auto. Von Weitem sah ich ihnauf
dem Spielplatz sitzen, wie er gerade seine Wodkaflasche öffnete.
Ich merkte, dass Gott wollte, dass ich doch zu ihm ging. Ich gab mir
einen Ruck und ging auf den Spielplatz, setzte mich neben den
kaputten Mann und erzählte ihm, wie sehr Jesus ihn liebte. Dann
betete ich noch für ihn. Der Mann weinte bewegt.
Dann
die Überraschung: Jahre später rief dieser Mann bei mir an und
bedankte sich für meine Fürsorge. Inzwischen hatte er den Weg zu
Gott gefunden und war frei vom Alkohol. Unglaublich!
Ja,
kein Mensch ist zu weit von Gott entfernt oder zu kaputt, dass er
nicht noch gerettet werden könnte. Vielleicht kennen Sie auch
Christen, die schon lange für Sie beten oder sich auf andere Weise
um Sie kümmern. Gott will durch diese Menschen an Ihrem Herzen
wirken und Sie zu sich ziehen. Egal, wie weit weg Sie vom Glauben
sind – wenn Sie zu Jesus kommen, dann wird er sein Versprechen
halten und Sie nicht hinausstossen. Sabine Stabrey
Frage:
Wo
merke ich etwas von Gottes Reden in meinem Leben?