Wenn unsere Missetaten gegen uns zeugen, so handle du, o HERR, um
deines Namens willen; denn unsere Abweichungen sind zahlreich, an dir
haben wir gesündigt!
JEREMIA
14,7
Sünde
könnte man mit »Zielverfehlung« umschreiben: Man tut das, was Gott
nicht möchte, was er verabscheut. Ein Mensch, der sündigt, ist
grundsätzlich von Gott getrennt. Bleibt dieser Grundzustand
unverändert, verfehlt der Mensch das Ziel seines Lebens: die
Gemeinschaft mit Gott.
Doch
Gott hat gehandelt, um diesen Zustand zu verändern. Er hat seinen
Sohn auf die Erde gesandt, damit dieser am Kreuz stellvertretend für
Ihre und meine Sünden, für Sie und mich sterben sollte. Nimmt man
dies für sich ganz persönlich an, hat man Vergebung aller Sünden
und ist für ewig errettet. Dann hat man eine echte, ewige Beziehung
zu Gott. Dann gibt es keine Trennung mehr. So sagt es die Bibel,
Gottes Wort für uns Menschen.
Ich
habe dieses Geschenk dankbar angenommen. Aber ich will ehrlich sein:
Obwohl ich an Gott glaube und Jesus liebe, tue ich immer noch oft
nicht das, was er von mir möchte. Also kein Unterschied zum Leben
vorher?
Doch.
Denn anders als früher bin ich darüber traurig, wenn ich Gottes
Willen ignoriert habe. Anders als früher ist es mir ein Bedürfnis,
Gott meine Verfehlungen (= Sünden) zu bekennen. Möglichst zeitnah.
Denn ich habe das tiefe Verlangen, meine Beziehung zu Gott nicht zu
belasten. Ich möchte mit ihm immer wieder ins Reine kommen.
Es gibt
daher für mich gar keinen Grund, mich für besser zu halten als
andere Menschen, die nicht an Jesus glauben. Ich bin überhaupt nicht
besser als andere, im Gegenteil. Aber das Bewusstsein meiner sündigen
Natur macht mich demütig. Ich muss täglich lernen, dass ich stets
auf Gottes Vergebung angewiesen bleibe. Aber ich kann täglich
Zuflucht suchen bei dem Einzigen, der wirklich rettet, weil ich ihn
kenne. Ziel erreicht! Axel Schneider
Frage:
Sind
Ihre »Zielverfehlungen«, also Ihre Abweichungen, gegenüber Gott
zahlreich?