Und
Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist;
ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 1.
MOSE 2,18
Wir
werden zu einem Notarzteinsatz in einem Hochhaus in Köln gerufen und
laufen die Treppe hoch bis ins neunte Obergeschoss. Ein übler Geruch
empfängt uns schon ab der siebten Etage. Da wissen wir, dass jede
Hilfe zu spät kommt und wir nur noch zur Todesfeststellung da sind.
In der Wohnung finden wir eine verweste Leiche. Die Person ist nicht
mehr identifizierbar, sie ist schon seit drei Monaten tot. Der
Wasserhahn läuft ununterbrochen seit dem Todestag.
Dadurch
ist ein Wasserschaden in der Wohnung darunter entstanden, und
infolgedessen wurde die Leiche entdeckt. Hat niemand diese Person
vermisst? Wie kann ein Mensch mehrere Monate in seiner Wohnung
liegen, ohne dass das jemandem auffällt? Weihnachten ist gerade
einmal zwei Wochen her. Selbst an den Feiertagen hat niemand diese
Person vermisst. Es ist wirklich traurig!
Hunderte
Menschen wohnen nur wenige Meter entfernt, aber trotzdem bleibt man
anonym und einsam. Gott sagt in unserem Tagesvers: Es ist nicht gut,
dass der Mensch allein ist. Er hat uns als soziale Wesen geschaffen –
zwischenmenschliche Kontakte sind wichtig für uns! Aber Gott weiss
auch, dass uns Beziehungen auf der horizontalen Ebene allein nicht
ausreichen. Noch mehr als andere Menschen brauchen wir nämlich ihn
selbst. Gott interessiert sich für jeden von uns persönlich, er
möchte sich um unsere Probleme kümmern. Er ist da, und wir können
zu ihm rufen. Er ist der Einzige, der uns in unserer Einsamkeit
trösten und wahre Erfüllung schenken kann und will. Um diese
vertikale Beziehung zu sich selbst zu ermöglichen, hat Gott seinen
Sohn auf diese Erde geschickt. Wer an Jesus Christus glaubt, hat den
grossen Gott zum Vater und muss nie mehr einsam durchs Leben gehen.Christian
Driesner
Frage: Wann
waren Sie schon einmal einsam?
Tipp: Gott
interessiert sich für Sie persönlich! Sagen Sie ihm, was Sie auf
dem Herzen haben.