Der
Engel des HERRN sprach: »Warum hast du deine Eselin dreimal
geschlagen? Ich war es, der sich dir entgegengestellt hat, weil du
auf einem verkehrten Weg bist.« 4.
MOSE 22,32
Sicherlich
kennen Sie so etwas auch: Sie machen die tollsten Pläne und sind
schon voller Vorfreude, aber dann passiert etwas, was diese Pläne
vereitelt. Meistens ist die Enttäuschung dann gross, selbst wenn uns
nette Menschen mit ermutigenden Worten wie »Wenn eine Tür sich
schliesst, dann öffnet sich eine andere« oder »Dann kommt
sicherlich etwas Besseres« trösten wollen. Das erlebten auch mein
Mann und ich, als wir auf der Suche nach einer neuen Wohnung waren.
Wir hatten zwei fantastische Angebote, aber bei beiden Wohnungen
wurde uns der Weg so versperrt, dass wir nicht einmal dazu kamen, uns
die Wohnungen überhaupt anzuschauen. Und obwohl wir aus der Bibel
wussten, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen
(vgl. Römer 8,28), kann ich nicht leugnen, dass wir sehr enttäuscht
waren.
Beim
dritten Wohnungsangebot aber erlebten wir, dass die Bibel Recht hat.
Als ich die Fotos sah, wusste ich sofort, dass dies die Wohnung war,
die Jesus für uns vorgesehen hatte. Und tatsächlich gab es diesmal
keinerlei Hindernisse. Wir haben die Wohnung bekommen, wofür wir
Gott sehr dankbar sind. Dankbar auch dafür, dass er immer den
Weitblick hat und genau weiss, was das Beste für uns ist. Es lohnt
sich, diesem Gott zu vertrauen! Wenn er für seine Kinder einen Weg
versperrt, dann hat das einen Grund.
Leider
merkt man meistens erst rückblickend, wenn man vor gefährlichen
Wegen oder vor schweren Fehlern bewahrt wird. So erging es auch dem
Propheten Bileam: Ein Engel versperrte ihm an einer schmalen Stelle
den Weg, sodass sein Esel nicht weiterging. Aber weil Bileam den
Engel nicht sah, schlug er seinen Esel. Diese überaus spannende
Geschichte können Sie in der Bibel in 4. Mose 22,21-35 nachlesen.Sabine Stabrey
Frage:
Wie
gehen Sie mit den »versperrten Wegen« in Ihrem Leben um?
Tipp:
Gott
kann auch durch die Umstände des Alltags zu uns sprechen.