Zweifel über
das Christentum und die Dreieinigkeit führen Mike in den Islam. Er studiert,
möchte Imam werden. Doch dann holen ihn auch hier Zweifel ein: Warum gibt der
Koran nicht mehr Details über Jesus?
Mike wuchs in
einer christlichen Familie auf, hatte aber viele unbeantwortete Fragen. Er
arbeitete als Sozialarbeiter in einem Gefängnis, in dem es auch Muslime gab. Für seine Arbeit erhielt er verschiedene Schriften, die den Muslimen helfen sollten, zum
christlichen Glauben zu konvertieren. «Ich begann, die Broschüren zu lesen. Doch die
Muslime stellten mir Fragen, die ich nicht beantworten konnte. Ich hatte in der
Zeit viele Zweifel, insbesondere über die Dreieinigkeit. Wie konnte Gott Vater,
Sohn und Heiliger Geist sein?»
Er suchte das
Gespräch mit verschiedenen Christen, um die Dreieinigkeit zu verstehen. «Je
mehr ich mich mit dem Islam auseinandersetzte, desto überzeugter wurde ich,
dass Mohammed vielleicht sogar in der Bibel vorkam; ich begann, an der
Göttlichkeit Jesu zu zweifeln und glaubte, dass er vielleicht nur ein Prophet
gewesen war.» Drei Jahre lang forschte und studierte Mike – bis er zur
Überzeugung kam, dass es nur einen Gott gibt, der keinen Sohn haben kann und
dass Mohammed der letzte Prophet war.
In den Islam
eingetaucht
Mike heiratete
und bekam zwei Töchter. Zeitgleich besuchte er eine Moschee und legte sein
Shahada, das islamische Glaubensbekenntnis ab. Er identifizierte sich jetzt als
Muslim. «Von dem Moment an tauchte ich tief in den islamischen Glauben ein. Ich
besuchte eine islamische Universität, weil ich Imam werden wollte. Ich wollte
Menschen zum Islam führen, weil ich glaubte, dass der Islam der wahre Glaube
war.» Seine Töchter zog er islamisch auf, auch seine Frau und seinen Vater, einen überzeugten Christen,
wollte er bekehren.
Jahre vergingen. Doch
je mehr er den Koran studierte, desto fragender wurde er: Warum gab der Koran
nicht mehr Details zum Leben von Jesus? «Das traf mich immer wieder: Wenn
dieses Buch wirklich von Gott ist, fehlerlos, die letzte Offenbarung, die Mohammed
gegeben wurde, warum erklärt es dann nicht, was mit Jesus passiert ist? Und
wenn er wirklich der Messias ist, warum erklärt dann weder der Koran noch
irgendeine andere muslimische Schrift, was das bedeutet?» Mike begann, mehr über
Jesus im Koran nachzuforschen, wo Jesus als «das Wort Gottes» bezeichnet wird,
auch als «Geist Gottes» und wo steht, dass er von einer Jungfrau geboren wurde.
Plötzlich verstand er: Kein anderer Prophet wird so bezeichnet. War der Islam
wirklich die wahre Religion Gottes? War Mohammed wirklich ein Prophet?
Verbotene
Fragen
Solche Fragen und Zweifel sind im Islam verboten – man darf so etwas noch nicht einmal denken. «Jedes
Mal, wenn das passierte, sagte ich ‚Gott bewahre', denn ich hatte mit einem Mal
diese Gefühle für Jesus – aber Jesus ist doch bloss ein Prophet…!?» Zeitgleich
begann er, die messianischen Prophezeiungen im Alten Testament der Bibel zu lesen.
Wenn er christliche Freunde fragte, begannen diese, für ihn zu beten, aber das
wollte er nicht. Auch die Gemeinde seines Vaters betete konstant für ihn. Und
doch konnte er sich nicht einfach vom Islam abwenden – er hatte so viele
Jahre darin investiert… Kannte er Gott überhaupt? War Allah wirklich Gott?
Mitten in seiner Verzweiflung schrieb er einen Artikel, in dem er den Islam verteidigte. Kurz
darauf schrieb der Apologet Joe Carey eine Widerlegung des Artikels. «Er
vernichtete meinen Artikel komplett – und ganz tief innen war mir das bewusst.» Mike
kontaktierte Joe Carey, sie kamen ins Gespräch und mit der Zeit wurden sie
Freunde. Durch Joe lernte er einen Ex-Muslim namens Abdul kennen. «Wir sprachen
öfters am Telefon, bis ich ihm irgendwann sagte: 'Ich gehe zurück zum Islam. Ich verspüre
Mohammed gegenüber eine unerklärbare Loyalität…' Abdul wurde ganz still am
Telefon, dann sagte er: 'Wenn irgendjemand Mohammed gegenüber loyal sein
müsste, dann wäre ich das, denn ich bin Araber.'»
Der Traum
Gedankenversunken
ging Mike zu Bett. Er träumte von den messianischen Prophezeiungen des Alten
Testaments und mit einem Mal sah er das Gesicht eines Hebräers vor sich. «Er
sagte nichts, er schaute mich einfach an. Seine Augen waren dunkel, es war, als
ob er durch meine Seele schauen würde. Und ich wusste, das ist Jesus. Er
schaute mich an und ich hatte Angst, wusste nicht, was ich tun sollte. Dann
wurde mein Traum von Blut durchtränkt und ich versuchte, dem Blut zu entkommen. Am
Ende sah ich mich selbst im Blut widerspiegelt.» Als er aufwachte, war er von
Frieden und Liebe durchdrungen. Doch er dachte: Das konnte nicht von Gott
kommen, das musste vom Teufel sein. Bei der Arbeit im Gefängnis sagte ihm ein christlicher
Mitarbeiter: «Jesus hat mir gesagt, dass ich dir sagen soll, dass er dich
liebt.» Mike war wie vom Blitz erschlagen.
Wieder zuhause
rief er Abdul an und erzählte ihm von dem Traum. Abdul war ausser sich: Am
Abend vor dem Traum hatte er bei einer Konferenz den Theologen Josh McDowell getroffen und ihm von
Mike erzählt – und gemeinsam hatten sie dafür gebetet, dass Jesus Mike begegnen
würde. Mike war völlig perplex – doch er konnte sich noch nicht ganz
entscheiden. «Im Dezember 2012 sagte der Pastor der Gemeinde, die ich
mittlerweile besuchte: 'Jetzt ist es an der Zeit, Jesus um etwas zu bitten.'
Und ich betete, mehr im Spass: 'Wenn es dich gibt, dann gib mir den Frieden und
die Liebe, die alles Denken übersteigen.'»
Einen Monat später übergab er Jesus
ganz sein Leben. Es war ein Glaubensschritt für ihn, denn gewisse Zweifel blieben ihm noch, aber er bat Jesus um
Vergebung und bezeugte, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Sofort spürte er, dass
Jesus ihm vergeben hatte. «Es war kein einfacher Weg, aber ich bin immer weiter
in meiner Beziehung zu Jesus gewachsen. Von 2013 bis jetzt war die gesegnetste
Zeit meines Lebens!»
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