Langfristig gemeinsam Liebe leben, das ist nichts
Selbstverständliches – doch es kann
jedem Paar gelingen. Mit diesen hilfreichen Tipps kann man die Kunst erlernen,
gemeinsam glücklich zu bleiben...
Liebe ist kostbar und es lohnt sich, alles zu
geben, um sie zu erhalten. Gönnen Sie sich zum Beispiel hin und wieder einen
Paartherapeuten, so wie man ganz selbstverständlich auch im Job gerne ein
Coaching annimmt. Hier kommen noch mehr gute Tipps:
Fangen Sie bei sich selbst an
«Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie
beeinflussen dein ganzes Leben», so die uralte Weisheit aus Sprüche, Kapitel
4, Vers 23. Und tatsächlich: Wie Sie sich fühlen hat Auswirkungen auf Ihre
Beziehungen. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Emotionen. Wenn Sie
unzufrieden sind mit Ihrem Leben, dann tun Sie was dagegen, statt den Partner
dafür verantwortlich zu machen. Wenn Sie ein schlechtes Selbstbewusstsein
haben, gehen Sie das mit einem Therapeuten an. Arbeiten Sie täglich daran,
emotional stabil zu sein. Ihre Beziehungen werden sich erst verändern, wenn Sie
sich verändern.
Spinnen Sie keine negativen Phantasien
Im Streit ist man emotional so aufgeladen, dass
man schnell negative Phantasien entwickelt: «Er räumt sein Zeug nie weg, weil
es ihm total egal ist, wie wir leben.» –«Sie ist nur am rummeckern, sie sieht
nie, was ich für sie tue.» Sobald wir unsere negativen Gedanken über den anderen
glauben, geht es in der Beziehung bergab.
Trennen Sie Phantasie und Wahrheit. Unterstellen
Sie Ihrem Partner nichts Negatives. Er ist kein Gegner, der Ihnen absichtlich
das Leben schwer macht. Verbieten Sie auch noch so kleinen Lügen das Wort.
Atmen Sie durch, nehmen Sie sich eine kleine Auszeit und halten Sie sich vor
Augen, dass der andere Sie liebt.
Überwinden Sie alte Verhaltensmuster
Von klein auf lernt man, sich im Streit
durchzusetzen. In der Ehe ist das ein Problem. Recht haben, hart bleiben, laut
werden oder abhauen ist hier kontraproduktiv. Helfen Sie lieber dem anderen zu
gewinnen. Wenn Ihr Partner laut wird, dann achten Sie nicht auf die Aggression – sondern auf das, was dahintersteht. Nehmen Sie Ihren Lebensgefährten in den
Arm und sagen: «Ich möchte wirklich verstehen, was dich so aufwühlt, bitte
erkläre es mir in aller Ruhe.» Der andere wird sofort begreifen, dass Sie für
ihn und nicht gegen ihn sind. Das besänftigt die Gemüter und hilft zu
deeskalieren.
Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche
Dauernde Beschwerden vergiften die Atmosphäre und
machen die Ohren des anderen taub für echte Anliegen. Natürlich sollte in jeder
Beziehung Raum für Kritik sein, aber achten Sie darauf, wie Sie diese
anbringen. Hinter jeder Beschwerde steckt eigentlich eine Bitte. Was genau brauchen
Sie von Ihrem Partner? Sprechen Sie Ihre Bedürfnisse direkt an.
Wenn Sie derjenige sind, der mit ständigen
Beschwerden konfrontiert wird, dann stellen Sie nicht auf Durchzug, sondern
fragen Sie, was der Partner wirklich von Ihnen möchte. Helfen Sie ihm zu
gewinnen.
Entscheiden Sie sich für die Liebe
Liebe bedeutet nicht, dass man seinem Partner
gegenüber immer nur rosige Gefühle hat. Wenn man lange zusammenlebt, ist es
normal, dass der andere einem auch mal auf die Nerven geht. Was zählt, ist, dass man sich immer wieder für Liebe entscheidet.
Niemand ist perfekt. Ihr Partner nicht, aber Sie
sind es auch nicht. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn der andere Fehler macht,
Schwächen zeigt oder anders reagiert als Sie sich das wünschen. Entscheiden
Sie sich trotz allem für Liebe. Gehen Sie davon aus, dass Ihr Partner Sie nicht
absichtlich verletzt. Achten Sie auf Ihr Herz. Geben Sie Anklage, Härte und
Unbarmherzigkeit keinen Raum in Ihrem Leben. Sondern entscheiden Sie sich auch
dann für die Liebe, wenn es Sie etwas kostet. Vergessen Sie nicht, was in1. Korinther, Kapitel 13, Verse 1-7 so eindrücklich beschrieben wird: Ohne Liebe ist
alles umsonst.