Feldlazarett für den «Feind»

Menschen aus Syrien von Israeli gepflegt

Die israelische Armee pflegt in einem Feldspital verwundete Syrer. Der jüdische Staat zeigt damit Feindesliebe, denn offiziell stehen die beiden Nationen noch miteinander im Krieg. Kürzlich besuchte Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu das Lazarett.

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Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu besuchte das Lazarett, in dem verwundete Syrer gepflegt werden.
Führer der Opposition sagten im Radio «Kol Yisrael» («Die Stimme Israels»), die öffentliche Unterstützung Netanyahus für die verwundeten Syrer sende eine wichtige Botschaft zu den syrischen Menschen. Besonders nach den misslungenen Gesprächen in Genf.

Ein syrischer Oppositionsführer sprach mit dem Kol-Yisrael-Korrespondenten in Istanbul und drückte seinen eigenen Dank und auch den seiner Freunde darüber aus, dass Israel den Leidenden beisteht. Der Dank richtete sich auch an den Minister für Bau- und Wohnungswesen, Uri Ariel.

Einsatz für die Menschlichkeit

Bereits im September dankte die Opposition Uri Ariel. Damals verurteilte der israelische Politiker den Chemieangriff auf Damaskus. Ariel betonte: «Als Juden, die wir den Holocaust erlitten, können wir nicht dazu schweigen, was in Syrien geschieht.»

Damals betonte ein syrischer Rebellenführer gegenüber «Channel One News»: «Wir danken Uri Ariel für seine humanen und wertvollen Worte für die Kinder und Frauen, die in Syrien sterben.»

Mehrfach hob Israel hervor, dass es nicht in den Zivilkrieg in Syrien eingreife und keine Seite beziehe.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass ein syrisches Paar nach Israel geflohen ist, wo es gepflegt wurde, ansonsten wären die beiden vermutlich gestorben. Die Frau erklärte gegenüber «Israel Hayom»: «Uns überraschte, dass wir freundlich aufgenommen und behandelt wurden. Israel ist ganz anders, als uns beigebracht wurde. Hier haben die Leute ein Gewissen, unser Feind sitzt in Syrien, nicht in Israel.»

Zum Thema:
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Datum: 08.03.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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